Der Weg zur Operation

Wenn  aufgrund der durchgeführten Untersuchungen und der Beurteilung des bisherigen Verlaufes als Teil des umfassenden Gesamtbehandlungsplanes eine orthopädisch-chirurgische Operation erforderlich ist, handelt es sich bei kinder- und neuroorthopädischen Eingriffen meist um eine Spezialoperation, der in einer spezialisierten Einrichtung vorgenommen werden sollte.

Alle Operationen werden von unserem Spezialteam an den beiden renommierten Institutionen, der Klinik für Kinder- und Neuroorthopädie im Krankenhaus Rummelsberg in 90592 Schwarzenbruck bei Nürnberg, Rummelsberg 71 und an der Kinderorthopädischen Abteilung des Orthopädischen Spitals Wien-Speising der Vinzenzgruppe in 1130 Wien, Speisinger Straße 109, durchgeführt.

Das Krankenhaus Rumemlsberg und das Orthopädische Spital sind private Krankenhäuser mit Öffentlichkeitsrecht, die Kosten für die Operation und die stationäre Betreuung übernimmt daher:

  1. bei Vorliegen einer deutschen (Rummelsberg) bzw. österreichischen (Speising) gesetzlichen Krankenversicherung zur Gänze diese Versicherung. Es fällt lediglich eine tägliche Verpflegungsgebühr an. ODER
  2. Wenn eine private Krankenversicherung abgeschlossen wurde, übernimmt diese die zusätzlichen Kosten für die Privatoperation mit freier Arztwahl und das Sonderklasse-Zimmer. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung. ODER
  3. Wenn keine Zusatzversicherung vorliegt, ist eine Aufzahlung möglich. Die zentrale Verwaltung des Krankenhauses kann Ihnen einen Kostenvoranschlag erstellen. ODER
  4. Wenn Sie in Deutschland bzw. Österreich nicht versichert sind, besteht die Möglichkeit der Bezahlung der anfallenden Kosten. Die Verwaltung des Krankenhauses kann Ihnen einen Kostenvoranschlag erstellen.

Für alle Patienten bis zum 12. Lebensjahr und mit einer Mehrfachbehinderung ist die Mitaufnahme eines Elternteils oder einer Pflegeperson möglich. Für kleinere Kinder und mehrfachbehinderte Menschen jeden Alters wird diese von uns empfohlen. Die dabei anfallenden Kosten werden z.B. von einer Mutter-Kind-Versicherung übernommen. Für die ausführliche Behandlungsplanung und Beratung rund um die Operation haben sich in den vergangenen Jahren die folgenden Möglichkeiten bewährt. Die Vorgangsweise richtet sich danach, wo Sie regelmäßig betreut werden:

  1. Die OP-Planung findet in der Ambulanz des Orthopädischen Spitals statt. Sozialversicherungsdaten und rechtzeitige Voranmeldung sind erforderlich, da leider auch in unserer Spezialambulanz mit einer Wartezeit auf den Termin gerechnet werden muss. ODER
  2. Die OP-Planung findet an einem Orthopädie-Tag in dem Ambulatorium oder Krankenhaus statt, in dem Sie regelmäßige Therapie erhalten. Die Planung ist in diesem Fall im Team möglich, die zur Verfügung stehende Zeit richtet sich nach der Einteilung durch die jeweilige Institution. ODER
  3. Die OP-Planung findet in unserer Privatpraxis statt. Für die ausführliche persönliche Beratung, die besonders rund um große Operationen empfehlenswert ist, wird eine Honorarnote erstellt, deren Höhe sich an der Anzahl und Länge der Konsultationen und der zusätzlichen Planungsaufgaben in der Ordination - wie Koordination, Telefongespräche und Emailkontakt mit Ärzten, Therapeuten, Orthopädie- und Rehabilitationstechnikern - orientiert.

In allen Fällen wird ein Wunschtermin vermerkt, der von Ihnen zum bestmöglichen Zeitpunkt für die Familie in Hinblick auf die wichtige Rehabilitationsphase gewählt werden sollte. Eine Wartezeit von ca. 3-4 Monaten auf den OP-Termin und auf stationäre Rehabilitationsverfahren muss berücksichtigt werden.

Die genaue Zuteilung eines OP-Termins ist abhängig von:

  1. dem Anmeldezeitpunkt und
  2. dem von Ihnen angegebenen Wunschtermin und
  3. der medizinischen Dringlichkeit, z.B. im Falle von Schmerzen oder einer rasch fortschreitenden Symptomatik.

Bei privatversicherten Patienten und Selbstzahlern wird die Operation in jedem Fall vom einweisenden Wunsch-Arzt selbst vorgenommen, in allen anderen Fällen erfolgt die Operation im Spezialistenteam durch den bestgeeigneten Operateur zum bestmöglichen Zeitpunkt. Ein über Jahre aufgebautes Vertrauensverhältnis wird natürlich nach Maßgabe der Möglichkeiten berücksichtigt. In bestimmten Fällen ist nach unserer Empfehlung oder auf Ihren Wunsch eine Besichtigung der Abteilung nach Anmeldung bei der Stationsführung oder eine psychologische Vorbereitung möglich. Der genaue Zeitpunkt für die stationäre Aufnahme und die erforderlichen Voruntersuchungen werden Ihnen von der Aufnahme etwa 4-8 Wochen vor der Operation mitgeteilt. Eine genaue Untersuchung und Gesprächsmöglichkeit besteht am Tag vor der Operation im Krankenhaus. Dabei wird auch die aktuelle OP-Fähigkeit festgestellt.

In sozialen Härtefällen oder für karitative Projekte wurden und werden von uns in allen Arbeitsbereichen Untersuchungen und Behandlungen stark kostenreduziert oder kostenfrei vorgenommen.

Wenn Sie weitere Fragen haben oder Ihren angegebenen Wunschtermin ändern wollen, kontaktieren Sie bitte das OP-Planungsbüro des Krankenhauses Rummelsberg oder Spesing, oder den Kollegen, mit dem sie die Operation vereinbart haben.